Monokristalline Diamant-Schneidwerkzeuge für Kontaktlinsen, Intraokularlinsen, Kunststoff-Asphären, Displayfolien und Mikrostrukturen
EHWA DIAMOND - seit 1975
Präzise Schneiden für optische Oberflächen
SCD bezeichnet Single Crystalline Diamond, also monokristallinen Diamant. EHWA bietet Schneidwerkzeuge mit Naturdiamant, synthetischem HPHT-Monodiamant und monokristallinem CVD-Diamant an. Die Auslegung berücksichtigt die Kristallorientierung, die benötigte Schneidenkontur und die Aufnahme in der Maschine.
Das Programm richtet sich an die Präzisionsbearbeitung von Nichteisenwerkstoffen. Scharfe, fein ausgeführte Schneiden unterstützen spiegelnde Oberflächen und eine Bearbeitung mit geringer Gratbildung. Werkzeugstandzeit und Schnittqualität werden mit Werkstück, Geometrie und Prozess abgestimmt. Die dargestellten Werkzeuge sind anwendungsbezogene Ausführungen.
| Anwendung | Bearbeitungsaufgabe |
|---|---|
| Kontaktlinsen | Innen- und Außenflächen fein bearbeiten |
| Intraokularlinsen (IOL) | Asphärische Flächen drehen und gestufte Konturen fräsen |
| Elektrooptische Komponenten | Präzisionsformen für Kunststoff-Asphären bearbeiten |
| Displaykomponenten | Lichtleiterplatten, Polarisations- und Prismenstrukturfolien; strukturierte Kupferwalzen |
| Mikrostrukturen | Radien formen, Nuten erzeugen und Prägegeometrien herstellen |
| Brillengläser | Maschinenspezifische SCD-Schneidplatten für die Linsenbearbeitung |

Kontaktlinsen: Werkzeug, Schneide und Halter gemeinsam auslegen
Für die Bearbeitung von Kontaktlinsen nennt EHWA Natur- und synthetischen Diamant, Schneidplatten- und Vollwerkzeugausführungen sowie kontrollierte und nicht spezifizierte Schneidenwelligkeit. Zylindrische und konische Freiflächen sind vorgesehen. Die Diamantspitze wird im Hochvakuum gelötet.
Die Schneidenprüfung berücksichtigt Mikroausbrüche bei 1.000-facher Vergrößerung. Das Oberflächenziel sind fein bearbeitete Innen- und Außenflächen mit geringer Kratz- und Gratbildung. Nachschleifen beziehungsweise Nachläppen ist als Werkzeugservice vorgesehen; die Eignung wird anhand der verbleibenden Geometrie beurteilt.
Kontaktlinsen-Code und Auswahl
| Merkmal | Kennung | Ausführung |
|---|---|---|
| Diamant | EN | Naturdiamant |
| Diamant | EM | HPHT-Monodiamant |
| Diamant | EV | Monokristalliner CVD-Diamant |
| Plattenform | D | 55°; DCGW0702 oder DCMW11T3 |
| Plattenform | V | 35°; VCGW1103 |
| Radius | R025; R03; R05 | R0.25; R0.3; R0.5 |
| Freiwinkel | CA10; CA12; CA15; CA16; CA18 | 10°; 12°; 15°; 16°; 18° |
| Freifläche | CO; CY | Konisch; zylindrisch |
| Kontrollierte Schneidenwelligkeit | W005 | ≤0.05 µm |
| Kontrollierte Schneidenwelligkeit | W01 | ≤0.1 µm |
| Kontrollierte Schneidenwelligkeit | W02 | ≤0.2 µm |
| Kontrollierte Schneidenwelligkeit | W03 | ≤0.3 µm |
| Kontrollierte Schneidenwelligkeit | W05 | ≤0.5 µm |
| Weitere Welligkeitsausführung | Ohne kontrollierte Welligkeitsklasse | Auslegung nach Radius und Freifläche |
Das Quellenbeispiel EV-D-R03-CA15-CO-W03 steht für monokristallinen CVD-Diamant, eine DCGW0702-Ausführung, R0.3, 15° Freiwinkel, konische Freifläche und die W03-Klasse mit einer Schneidenwelligkeit von ≤0.3 µm.
Für Kontaktlinsenwerkzeuge nennt die Sonderausführungszeile monokristallinen (110)-2pt-Diamant, Radien 0.1-1.0 und Freiwinkelkennungen CA01-CA20. Die Konturausführung hängt von Radius und Freifläche ab. Diese Angaben werden zusammen mit der Werkzeugzeichnung spezifiziert; die Radiuswerte dieser Tabelle tragen keine ausdrücklich gedruckte Einheit.
Das Haltersystem umfasst mittige, rechte und linke Ausrichtungen einschließlich Winkelversatz. Vollwerkzeug- und Schneidplattenausführungen sind vorgesehen. Halterlänge, Breite und Dicke können auf die Aufnahme abgestimmt werden; genannt ist ein Wolframcarbid-Hartmetallschaft.








Intraokularlinsen: Drehen und Fräsen
Für die IOL-Bearbeitung bietet EHWA SCD-Werkzeuge für asphärische Drehflächen und gestufte Fräskonturen an. Die Lage der Diamantschneide wird auf die jeweilige Bearbeitungsaufgabe abgestimmt.
| Merkmal | Ausführung |
|---|---|
| Diamant | Naturdiamant oder synthetischer Diamant |
| Werkzeugbauform | Schneidplatten- oder Vollwerkzeugausführung |
| Verfahren | Drehen oder Fräsen |
| Freifläche | Zylindrisch oder konisch |
| Diamantbefestigung | Hochvakuumlöten |
| Schneidenprüfung | Mikroausbrüche bei 1.000-facher Vergrößerung beurteilen |




SPC-Werkzeuge für Kunststoff-Asphären
SPC steht für Super-Precision Cutting tools. Das Programm umfasst monokristalline Diamantschneiden zur Bearbeitung hochpräziser Linsenformen. Die folgende Auswahl trennt Standard- und Sonderausführungen; die Werte werden nicht mit den allgemeinen SCD-Bereichen zusammengeführt.
| Geometrie | Standard | Sonderausführung |
|---|---|---|
| Radius | 0.01-1.0 mm | <0.01 mm |
| Eingeschlossener Winkel I.A. | ≥30° | <30° |
| Wirksamer Schneidenwinkel W.A. (Window Angle) | ≤100° | >100° |
| Freiwinkel C.A. | ≤15° | >15° |
| Schneidenwelligkeit / Konturgenauigkeit | ≤0.3 µm (300 nm) | ≤0.1 µm (100 nm) |
| Freifläche | Zylindrisch oder konisch | Zylindrisch oder konisch |
EHWA nennt zusätzlich Schneidenwelligkeit <50 nm als verfügbare Ausführung. Diese anwendungsspezifische Option wird separat vereinbart. Sie ersetzt die Standard- und Sonderklassen der Tabelle nicht. Maß- und Konturprüfung gehören zur Festlegung der gewünschten Werkzeugausführung.




Werkzeuge für Displayfolien und strukturierte Walzen
Das Displayprogramm umfasst Lichtleiterplatten (LGP), Polarisationsfolien und Prismenstrukturfolien. SCD-Werkzeuge werden für spiegelnde Oberflächen und die Bearbeitung großer Kupferwalzen für Strukturfolien ausgelegt. Diamantorientierung, Schneidenprofil und Halter werden auf die gewünschte Struktur abgestimmt.








Mikrostrukturwerkzeuge: neun gezeigte Profilformen
EHWA bietet kundenspezifische SCD-Sonderwerkzeuge für die Struktur- und Musterbearbeitung an. Die gezeigten Formen gliedern sich in Radiusformen, Nutgeometrien und Prägeformen. Das Profil wird anhand der benötigten Struktur festgelegt.
| Gruppe | Gezeigte Ausführung |
|---|---|
| Radiusformen | Kleiner Radius |
| Radiusformen | Großer Radius |
| Radiusformen | Radius zum Gravieren |
| Nutgeometrien | V-Form |
| Nutgeometrien | Mikronut |
| Nutgeometrien | Nut mit Fase |
| Nutgeometrien | Fase mit gerundeter Schneide |
| Prägeformen | Abgewinkelte Stempelform |
| Prägeformen | Konische Stempelform |
Die Formbilder geben die Profilarten wieder. Sie enthalten keine verbindlichen Abmessungen; Radius, Winkel und Profilmaße werden zeichnungsbezogen festgelegt.









Brillenglasbearbeitung: Ausführungen für Satisloh und Schneider
Die SCD-Unterlage zeigt fünf maschinenbezogene Schneidplattenausführungen. Die Teilenummern und die beiden Schneider-Winkelvarianten bleiben getrennt erhalten. Vor der Werkzeugauslegung werden Aufnahme, Maschine und gewünschte Geometrie miteinander abgeglichen.
| Maschinenzuordnung | Teilenummer der Unterlage | Schneide | Radiusangabe | Weitere Geometrie |
|---|---|---|---|---|
| Satisloh VFT | 92-007-626 | Monokristalliner Diamant | R2.0 | - |
| Satisloh | 92-06-3012 | Monokristalliner Diamant | R2.0 | - |
| Satisloh | Keine Teilenummer gedruckt | Monokristalliner Diamant | R2.0 | Zwei Bohrungen; 120° Window Angle |
| Schneider | DB-07-2003 | Monokristalliner Diamant | R2.0 | 120° Window Angle |
| Schneider | DB-07-2003 | Monokristalliner Diamant | R2.0 | 90° Window Angle |
R2.0 wird als Radiusbezeichnung der Unterlage übernommen. Einheit und Passung werden mit der maßgeblichen Werkzeugzeichnung festgelegt. Die Maschinen- und Teilenummernzuordnung dokumentiert die EHWA-Ausführungsbeispiele.





Ergänzende GT-Kennungen für optische Linsen
Die ergänzende EHWA-Unterlage Q223 nennt drei GT-Kennungen für Brillengläser und Freiformlinsen. Sie führt eine Schneidenprüfung bei 800-facher Vergrößerung sowie Nachschleifservice an. Die Kennungen werden als eigene Quellenkarten erhalten.
| Maschinenzuordnung | EHWA-Kennung | Beschreibung der Quellenkarte | Hersteller-Teilenummer laut Quelle |
|---|---|---|---|
| Satisloh VFT | GT-92-007-626 | Monokristalline Schneidplatte; Drehschneide MCD, R2 mm | 92-007-626 |
| Schneider | GT-DB-07-2003 | Monokristalline Schneidplatte; 120° Included Angle | Call Us (Quellfeld) |
| Schneider | GT-DB-07-2004 | Monokristalline Schneidplatte; 90° Included Angle | Call Us (Quellfeld) |
Die Satisloh-Quellenzeichnung zeigt 55°. Die GT-Karte bezeichnet den Radius ausdrücklich mit R2 mm. Die beiden Schneider-Karten verwenden die Bezeichnung Included Angle; Q269 beschriftet die Winkel der dortigen Ausführungen als Window Angle. Diese Quellenangaben bleiben getrennt und werden mit der maßgeblichen Werkzeugzeichnung abgeglichen. GT-DB-07-2004 wird nicht stillschweigend zur Hersteller-Teilenummer DB-07-2003 umbenannt.
Technische Grundlage: Q223, physische PDF-Seite 21. Die übrigen Inhalte dieser Messeunterlage gehören zum zusammengeführten Schneidwerkzeugprogramm.



Allgemeine SCD-Geometrie und Ausführungscode
Die allgemeine SCD-Übersicht unterscheidet Diamant, Radius, eingeschlossenen Winkel, Freiwinkel, Freifläche, Schneidenwelligkeit und Plattenform. Das gedruckte Codebeispiel lautet N-R003-IA30-CA15-CY-WV01-D. Die einzelnen Felder werden bei der Anfrage mit der Zeichnung abgeglichen; die Zahlenverschlüsselung ist nicht für alle Felder eindeutig erläutert.
| Merkmal | Gedruckter Bereich oder Auswahl |
|---|---|
| Diamant | Naturdiamant; Mono; SCVD |
| Standardradius | 0.1 ≤ R ≤ 10 |
| Sonderradius | 0.0005 ≤ R < 0.1 |
| Standard I.A. | 30° ≤ I.A. ≤ 180° |
| Sonder I.A. | I.A. <30° |
| Freiwinkel C.A. | 0° ≤ C.A. ≤ 25° |
| Freifläche | CY: zylindrisch; CO: konisch |
| Welligkeitsklassen | ≤0.05 µm (50 nm); ≤0.1 µm (100 nm); ≤0.3 µm (300 nm); ≤1.0 µm; ≤2.0 µm |
| Form C | 80° |
| Form D | 55° |
| Form S | 90° |
| Form T | 60° |
| Form V | 35° |
| Form X | Sonderform |
Die allgemeine Übersicht druckt bei den Radiusgrenzen keine Einheit. Die SPC-Tabelle ist eigenständig und nennt Millimeter. Für die Werkzeugbestellung wird deshalb die zugehörige Zeichnung mit Einheit verwendet.
EHWA beschreibt konische Freiflächen als Geometrie mit kreisförmiger Kontur und vergleichsweise schwächerer Schneidenstruktur; beim Nachschleifen verkleinert sich der Radius. Zylindrische Freiflächen werden mit elliptischem Effekt, vergleichsweise stärkerer Schneidenstruktur und gleichbleibendem Radius nach dem Nachschleifen beschrieben. Die Wahl richtet sich nach Konturziel und Nachbearbeitungsstrategie.





Schneiden- und Profilprüfung
EHWA nennt Mikroskopie, Rasterelektronenmikroskopie (SEM) und 3D-Messung für die Beurteilung von Konturgenauigkeit, Rauheit, Profil und weiteren Abmessungen. Die Schneidenprüfung zeigt Beispiele mit 50- und 500-facher Vergrößerung; anwendungsbezogene Merkmale nennen zusätzlich die Prüfung bei 1.000-facher Vergrößerung. Für rotierende Werkzeuge wird die Profilanalyse mit 3D-Messtechnik dargestellt.










Ihre Präzisionsanwendung abstimmen
Für eine Anfrage helfen Werkstückzeichnung, Material, Härte (HRC / HRB / HB), Zielrauheit (Ra / Rz / Rmax), Maschinenhersteller, Aufnahme und Bearbeitungsverfahren. Ergänzen Sie Schnittgeschwindigkeit in m/min, Drehzahl in rev/min, Vorschub in mm/rev oder mm/min sowie Schnitttiefe in mm und die Anzahl der Bearbeitungspässe.
Beschreiben Sie kontinuierlichen oder unterbrochenen Schnitt; bei unterbrochenem Schnitt unterscheiden die EHWA-Anfragefelder leichte, mittlere und schwere Unterbrechung. Geben Sie Trockenbearbeitung oder interne beziehungsweise externe Kühlschmierstoffzufuhr an. Werkzeugstandzeit lässt sich mit Einsatzzeit und Stückzahl dokumentieren.
Die Werkzeuginformation umfasst Spezifikation, Vergleichswerkzeug, Schneidstoff und Schaft. Das SCD-Anfrageblatt nennt Naturdiamant, Mono und SCVD sowie PKD, PCBN, CVD und weitere Schneidstoffe; Schäfte aus Hartmetall, Stahl, Hartmetall/Stahl, SUS-Edelstahl, Titan oder weiteren Werkstoffen. Verfahren sind Drehen, Fräsen, Ausdrehen, Ein-/Abstechen, Reiben, Schaftfräsen, Bohren und Verschleißteilanwendungen; eine noch offene Verfahrenszuordnung kann gemeinsam festgelegt werden.
EHWA Europe: info@ehwadia.de · +49 6173 997780
Redaktionsstand: 14.10.2026. Technische Grundlage: EHWA SCD, 14 Seiten, Druckvermerk 2024.07. Frühere SCD-Fassungen und kurze SCD-/Wear-Parts-Übersichten wurden auf eigenständige Inhalte abgeglichen.
Fragen zur Werkzeugauswahl
Welche Diamantwerkzeuge eignen sich für die Linsenbearbeitung?
EHWA beschreibt SCD-Werkzeuge mit Naturdiamant, HPHT-Monodiamant und monokristallinem CVD-Diamant für Kontaktlinsen, Intraokularlinsen und Kunststoff-Asphären. Schneidenkontur, Radius, Winkel und Aufnahme werden gemeinsam mit der Bearbeitungsaufgabe abgestimmt.
Enthält der SCD-Katalog Werkzeuge für Satisloh und Schneider?
Ja. Die Ausführungsübersicht enthält maschinenbezogene SCD-Schneidplatten und GT-Karten für Satisloh und Schneider. Teilenummer, Radiusbezeichnung und die jeweiligen Winkel stehen getrennt in den Tabellen; die passende Aufnahme wird anhand der Werkzeugzeichnung abgestimmt.