Nockenwellenschleifen
Die Nockenwelle steuert über definierte Hubbewegungen das Öffnen und Schließen der Ein- und Auslassventile. Hohe Kontaktpressungen und dynamische Beanspruchungen stellen entsprechende Anforderungen an Maßhaltigkeit, Formgenauigkeit und Oberflächenqualität.
Prozess
Nockenwellen werden überwiegend aus Gusseisen oder geschmiedetem Stahl gefertigt und sind in den Funktionsbereichen oberflächengehärtet. Diese hohen Oberflächenhärten stellen besondere Anforderungen an wirtschaftliche und prozessstabile Schleifprozesse.
EHWA hat hierfür CBN-Schleifscheiben mit Keramikbindung konzipiert, die ein formstabiles und standzeitoptimiertes Schleifen ermöglichen – im Serien- wie im Hochleistungsprozess.
Was der Prozess gewinnt
Längere Abrichtintervalle
Stabile Profiltreue der Nockenkontur, reduzierte Stillstandszeiten
Konstante Form- und Oberflächenqualität
Reproduzierbare Nockenprofile über die gesamte Standzeit
Reduzierte thermische Belastung
Minimiertes Risiko von Schleifbrand und Gefügeveränderungen
Hohe Profilstabilität
Präzise Abbildung komplexer Geometrien auch bei langen Serienläufen
Empfohlene Werkzeuge
| Produkttypen | Außenrund- und Profilschleifscheiben für Nocken- und Lagerstellen |
|---|---|
| Bindung | VEWN – EHWA Keramikbindung |
| Körnungen | B76 – B151 |
| Abmessungen | Scheibendurchmesser bis Ø 650 mm |
| Auslegung | Kundenspezifisch nach Maschinenkonzept, Nockengeometrie und Prozessanforderung |
Prozessbeispiel
CBN-Profilschleifen von Nockenwellen aus Gusswerkstoff (FCD)
| Werkstoff | Gusseisen mit Kugelgraphit (FCD) |
|---|---|
| Werkstückdurchmesser (Lagerstellen) | ca. 60 mm |
| Schleifverfahren | Profilschleifen der Nockenkontur |
| Schleifscheibendurchmesser | Ø 650 mm |
| Umfangsgeschwindigkeit | 80 m/s |
| Vorschub | 0,05 mm/s |
| Radiales Gesamtaufmaß | ca. 1,2 mm |
Ergebnis
- Verlängerte Abrichtintervalle bei stabiler Profilhaltigkeit
- Konstante Nockenkontur über die gesamte Standzeit
- Reduzierter Abrichtaufwand und höhere Maschinenverfügbarkeit
Werte aus einem freigegebenen Kundenprozess. Die Auslegung erfolgt immer auf Maschine, Werkstück und Prozess des Einzelfalls – die Zahlen sind Nachweis, keine Zusage.