Surface Finish Recommendation

Kein Konverter, sondern eine technische Startempfehlung

Dieser Rechner rechnet Ra oder Rz nicht mathematisch in eine Körnung um. Er klassifiziert zuerst Werkstoff und Schleifprozess, wählt daraus Diamant oder CBN und gibt dann eine Körnungsbandbreite mit sichtbarem Vertrauensgrad aus – gestützt auf FEPA/ISO 6106, dokumentierte Herstellerdaten und, wo vorhanden, EHWA-eigene Versuchsdaten. Bindung, Maschine, Abrichtzustand, Kühlschmierstoff und Prozessparameter beeinflussen das tatsächliche Ergebnis zusätzlich.

Material *
Grinding Process *
Surface parameter

µm, größer als 0

Advanced settings

Für spätere Auslegungsschärfe

Diese Angaben fließen in Version 1 noch nicht in die Berechnung ein. Sie helfen aber schon jetzt unserer Anwendungstechnik bei einer manuellen Auslegung – am einfachsten direkt über die technische Anfrage unten.

Bindung

Keramisch, metallisch, hybrid oder galvanisch – die Bindung beeinflusst Kornfreilegung und Standzeit stärker als die Körnung allein.

Prozessparameter

Scheibengeschwindigkeit, Vorschub, Zustellung, Abrichtzustand und Kühlschmierstoff verschieben die erreichbare Rauheit bei gleicher Körnung deutlich.

EHWA-Versuchsdaten

Für validierte Kombinationen ergänzen wir laufend eigene Messreihen – erkennbar am Vertrauensgrad „EHWA Verified".

Datengrundlage

Referenzwerte Diamant auf Hartmetall

Externe Herstellerreferenzdaten, Vertrauensgrad „Manufacturer Validated", sowie der EHWA-verifizierte Praxisfall.

KörnungKorngröße ca.Ra-BereichQuelle
D181 167 µm 0.4–0.7 µm manufacturer-validated
D126 118 µm 0.4–0.5 µm manufacturer-validated
D91 83 µm 0.3–0.4 µm manufacturer-validated
D64 63 µm 0.2–0.3 µm manufacturer-validated
D46 47 µm 0.1–0.2 µm manufacturer-validated
D76 72 µm 0.4–0.6 µm ehwa-verified

Referenzwerte CBN auf gehärtetem Stahl

Externe Herstellerreferenzdaten, prozessabhängig (Einstech- vs. Oszillationsschleifen).

KörnungKorngröße ca.ProzessRa-Bereich
B181 167 µm Einstechschleifen 1–1.1 µm
B181 167 µm Oszillationsschleifen 0.9–1.1 µm
B151 140 µm Einstechschleifen 0.9–1 µm
B151 140 µm Oszillationsschleifen 0.8–0.9 µm
B126 118 µm Einstechschleifen 0.8–0.9 µm
B126 118 µm Oszillationsschleifen 0.6–0.8 µm
B107 99 µm Einstechschleifen 0.6–0.8 µm
B107 99 µm Oszillationsschleifen 0.5–0.6 µm
B91 83 µm Einstechschleifen 0.5–0.6 µm
B91 83 µm Oszillationsschleifen 0.4–0.5 µm

FEPA D/B64 auf Stahl ist bewusst nicht gelistet: Der Quellwert war nicht eindeutig einer Spalte zuzuordnen und wurde nicht übernommen, statt einen Wert zu erfinden.

Grenzen der Aussagegenauigkeit

Was dieser Rechner nicht leistet

Keine Garantie

Jede Ausgabe ist eine Startempfehlung, kein spezifizierter Ra-Wert. Bindung, Maschine, Abrichten, Kühlschmierstoff und Prozessparameter verschieben das Ergebnis.

Rz nur als Screening

Es gibt keine normativ eindeutige Umrechnung Rz → Ra. Das Verhältnis liegt laut Mahr meist bei 4–7, kann im Einzelfall aber deutlich abweichen.

Nicht für Zerspanwerkzeuge

Fräser, Wendeschneidplatten sowie PCD-/PCBN-Schneidstoffe sind hier bewusst ausgeschlossen: ihre interne Korngröße ist keine FEPA-Schleifscheibenkörnung. Das Schleifen solcher Werkzeuge (z. B. Nutenschleifen) ist dagegen erfasst.

Rauheitsangaben nach DIN EN ISO 21920 (ersetzt DIN EN ISO 4287/4288), flächenhafte 3D-Kenngrößen nach DIN EN ISO 25178, Korngrößenprüfung nach DIN ISO 6106 (FEPA). Angaben sind unter den zugehörigen Messbedingungen zu verifizieren.