Künstliche Hüft- / Kniegelenkschleifen mit EHWA CBN-Schleifscheiben
Übersicht
Künstliche Hüft- und Kniegelenke ersetzen geschädigte Gelenke durch Endoprothesen und stellen hohe Anforderungen an Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität der Funktionsflächen. Die finale Geometrie und definierte Rauheiten werden in der Fertigung häufig über Schleifprozesse abgesichert.
Implantatkomponenten sind im Betrieb dauerhaft hohen mechanischen und chemischen Belastungen ausgesetzt. Daher kommen überwiegend Werkstoffe wie Titanlegierungen, CoCr-Legierungen oder keramische Paarungen zum Einsatz, die eine thermisch sichere und stabile Bearbeitung erfordern.
Für diese Anwendungen werden CBN-Schleifscheiben und passende Abrichtlösungen prozessspezifisch ausgelegt. Bindung, Körnung und Trägerausführung werden an Werkstoff, Maschinenkinematik und Schleifstrategie angepasst, um reproduzierbare Ergebnisse und konstante Abrichtintervalle zu erzielen.

Produktprogramm

Anwendung: Schleifen von Femurkomponenten für Hüftimplantate
Produkttypen: Außenrund- und Profilschleifscheiben
Bindung: Keramisch (VEWN) – geringe Wärmeeinbringung, keine Randzonenschädigung
Körnungen: B76 – B151
Werkstoffe: CoCrMo, Ti6Al4V
Abmessungen: Ø bis 650 mm
Auslegung: Kundenspezifisch nach Implantatgeometrie, Maschine und validiertem Prozess
Prozessnutzen: Hohe Maßhaltigkeit, reproduzierbare Oberflächen, prozesssicher für MedTech-Produktion
Prozess & Vorteile
Stabiles Abrichtverhalten
→ längere reproduzierbare Prozessphase zwischen zwei Eingriffen in den validierten Schleifprozess
Konstante Oberflächenintegrität
→ gleichbleibende Rauheit und sichere Konuspassung über den gesamten Serienlauf
Reduzierte thermische Beeinflussung
→ minimiertes Risiko von Schleifbrand, Randzugspannungen und Gefügeveränderungen

Fallbeispiel aus der Praxis
VBW | EHWA Keramikbindung
Anwendung: Schleifen von Femurkomponenten (Hüftendoprothetik, CoCrMo / Implantatstahl) in der Serienfertigung
Ziel: Prozesssichere Einhaltung der Konusgeometrie bei gleichzeitig reproduzierbarer Oberflächenintegrität und reduzierter thermischer Beeinflussung
Werkstoff: CoCrMo-Legierung bzw. gehärteter Implantatstahl, hochzäh, kaltverfestigend, wärmeempfindlich
Prozess: Außenrund- und Profilschleifen des Implantatkonus sowie Übergangsradienbearbeitung
Fokus: Vermeidung von Schleifbrand / Randzugspannungen, stabile Rauheit und Maßhaltigkeit des Pressfits
Prozessparameter:
Prozessstabilität im Konusschleifen: reproduzierbare Bauteilqualität
Weniger Werkzeugwechsel → höhere Anlagenverfügbarkeit
Konstanter Materialabtrag → reproduzierbare Konuspassung
Reduzierte Wärmeentwicklung → minimiertes Risiko von Gefügebeeinflussung / Schleifbrand
Senkung der Stückkosten durch stabile Taktzeit und geringeren Ausschuss

